08.11.2017

Die Stadt der Zukunft

The best ist still to come: Die Stadt der Zukunft

 

Die Dynamik der Städte von morgen, die Dynamik ihrer Wirtschaft und Industrie, ihrer Regierung und Verwaltung, auch die Dynamik ihrer Lebensqualität, das war das zentrale Thema der dritten CREATING URBAN TECH am 25. Oktober in Berlin. „The Berlin Summit: connected.urban.smart“ – unter dieser Überschrift präsentierten und debattierten 300 Unternehmer, Manager und Vertreter aus Regierung und Verwaltung die wichtigsten Urban Tech-Trends und -Strategien für die kommenden Jahre.

 

Die Teilnehmer der Konferenz waren nahezu einhellig der Meinung: Die eigentliche Dynamik in der Entwicklung der Städte liegt noch vor uns – wenn es denn gelingt, diese auch zu erzeugen. Genauer: Sie nicht zu bremsen. So der Impuls von Ger Baron, CTO der Stadt Amsterdam. Er setzt darauf, gezielt Freiräume zu schaffen, für Piloten und Lernprozesse. Er forderte Stadtverwaltungen auf, GovTechs zu werden und sich wie Startups aufzustellen, Schnelligkeit und Lerneffekte vor Planung und Strategie zu setzen. Fail quick and cheap. Testfrage: Ist Ihre Stadt, von den Bürgern bis zur Verwaltung, bereit für Zukunftsprojekte nach dem Prinzip Trial & Error?

 

Assaf Biderman präsentierte aktuelle Forschungsdaten des MIT und zeigte, wie Vernetzung und Big Data-Analyse es ermöglichen, zusätzliche Ebenen der Wirklichkeit wahrzunehmen. Ebenen, die heute schon Realität der Städte sind, aber ohne Big Data nicht erkannt werden. Welche Wege nimmt der Müll? Sehr weite. Welchen Radius hat die menschliche Kommunikation? Überraschend eingeschränkt, auch in der mobilen Kommunikation. Wie homogen werden Regionen erlebt und wie stark grenzen sie sich voneinander ab? Erstaunlich geschlossen; das MIT war in der Lage, den Grenzverlauf einzelner US-Bundesstaaten anhand der Gesprächsverbindungen von Mobiltelefonen genau nachzuzeichnen. Big Data-Analyse schafft somit die Grundlage für eine zukunftsfähige Gestaltung der Stadt – und öffnet damit direkt die nächsten Fragenkomplexe.

 

Ist es richtig, mit intelligenten Moosen Schadstoffe aus der Luft zu filtern – oder ist es wichtiger, sich direkt auf Schadstoffvermeidung zu konzentrieren? Technologisch ist es ohne Frage bestechend, den Straßenbelag zu nutzen, um Energie zu erzeugen. Aber warum versiegeln wir die Flächen überhaupt? Wollen wir eine smarte City der Zukunft – oder eine, in der wir gut leben können? Die Spannung zwischen der Stadt, die möglich ist, und der Stadt, die ihre Bewohner auch wollen, bestimmte zahlreiche Diskussionen in Berlin.

 

Zugleich wurde deutlich: Einzelne Städte werden auf ihre Zukunftsfragen eigene Antworten finden müssen. Die eigene Smart City-Culture wird ausschlaggebend sein für die wichtigsten Weichenstellungen – uns es passt nicht jedes Smart in jede City. Welche Mobilität streben Städte an? Steht die Schadstoffreduktion im Vordergrund, brauchen wir mehr Fahrradverkehr. Oder die Convenience durch mehr integrierte Lösungen von Tür zu Tür? Oder ist Masse das Problem, brauchen wir also kleinere Fahrzeuge oder vielleicht schlicht weniger Mobilität? Francesca Bria, CTO und Digital Innovation Officer von Barcelona, betonte, wie ihre Stadt einen eigenständigen Ansatz für den Umgang mit Daten entwickelt hat. Datensouveränität steht im Vordergrund – und Barcelona macht es zur Bedingung für jedes Unternehmen, das in der Stadt, mit der Stadt und mit ihren Bürgern tätig werden will.

 

Damit rückt die Kommunikation in den Vordergrund, ohnehin eine der Schlüsselkompetenzen für eine erfolgreiche Digitalisierung. Die kommunikativen Anforderungen steigen auch an die Wirtschaft in der Stadt, wo dank 3D-Druck industrielle Produktion in der Stadt wieder möglich wird. Mehrere Kooperationen zwischen erwachsenen und jungen Unternehmen, zwischen Großunternehmen und Startup berichteten offen über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit, beginnend bei der Erkenntnis der Großen, nicht alles selber können zu müssen, bis zur Erfahrung der Kleinen, wie anders das Tempo in der Zusammenarbeit mit Konzernen sein kann.

 

Die Diskussion um die Smart City geht auch nach der CREATING URBAN TECH weiter. Nutzen Sie die Konferenz, ihre Referenten und Teilnehmer, ihre Webseite und Social Media-Seiten, um sich intensiver zu vernetzen, Initiativen zu entwickeln, Kooperationen zu verfestigen – und die Stadt der Zukunft zu gestalten. 

 

Foto © Andreas Lander

 

 

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URBAN TECH Analyse vom 08.11.2017

Die Stadt der Zukunft