30.08.2017

Smart City Security

Die digitalen Betonpoller der Smart City von morgen 

Der Begriff „Sicherheit“ wandelt sich grundlegend. Physische und digitale Sicherheit lassen sich kaum noch voneinander trennen. Eine besondere Herausforderung für zunehmend vernetzte Städte, in denen Cybersecurity und Citysecurity verschmelzen.

 

Treiber sind gefühlte und tatsächliche Bedrohungen, aber mehr noch Anbieter von Sicherheit. Eine wachsende Anzahl von innovativen Unternehmen entwickelt Lösungen für Datensicherheit in der Smart City; wichtiger noch: Investoren und Venture Capital-Fonds zeigen hier ein starkes Engagement. Die US-Metropole Atlanta positioniert sich als ein internationales Zentrum zu Data Security, europäische Partner sind Toulouse und Newcastle. Hier wächst eine neue Branche für Sicherheit in und um die Smart City.

 

Währenddessen wird in zahlreichen europäischen Metropolen in Folge des furchtbaren Attentats von Barcelona wieder einmal eine leidenschaftliche Diskussion über klassische öffentliche Sicherheit geführt. Steht die Dresdner Frauenkirche auf einer Anschlagsliste des IS? Führen mehr Betonpoller zu mehr echter Sicherheit oder nur zu einem anderen Sicherheitsgefühl? Eines ist diesen Diskussionen gemeinsam: Sie haben das Zeug dazu, den Blick auf die Sicherheitsherausforderungen einer zunehmend vernetzten Welt zu verstellen.

 

Die Smart City der Zukunft braucht mehr Sicherheit als nur eine Polizeistreife am Hauptbahnhof. Natürlich: Eigene öffentliche Services und die Infrastruktur der Städte brauchen Zuverlässigkeit. Es bedarf eines wirksamen Schutzes vor Attacken – und schlicht vor Fehlern. Parallel wachsen die Anforderungen von Nutzern, Kunden, Bürgern.

 

Spätestens mit der Markteinführung von Quantencomputern – die Entwickler rechnen mit den ersten noch in diesem Jahrzehnt – dürfen wir jedes beliebige Passwort immer schon als geknackt betrachten. So öffnet jeder Schritt zu mehr City Smartness, jede weitergehende Vernetzung von Lebens- und Arbeitswelten immer auch ein neues Risiko. Darktrace setzt hiergegen auf eine künstliche Intelligenz, die das menschliche Immunsystem nachbildet, Bedrohungen wie Bakterien aufnimmt und Antikörper entwickelt, um künftige Bedrohungen früher erkennen zu können. Skybox konzentriert sich darauf, Muster in extrem großen Datenmengen zu erkennen, Rhebo organisiert die Kommunikation, Phantom wiederum bindet die Erfahrungen der Nutzer ein, um sicherheitsrelevante Handlungsempfehlungen zu automatisieren.

 

Eine weitere Dimension kommt hinzu: Security as a Service. Der Securityservice für den Bürger der Smart City hat das Potenzial, zum zentralen positiven oder negativen Stadtortfaktor zu werden. Eine angreifbare Stadt ist eine Stadt mit Standortnachteil, für Wirtschaft, für Arbeitskräfte, für die Lebensqualität. Hier setzt das Startup RiskIQ an und arbeitet mit Städten, um dieses Risiko frühzeitig zu erkennen. Ein Thema der Experten der CREATING URBAN TECH im Oktober: Wann werden die Städterankings den Securityservice für den Bürger reflektieren?

 

  • Wie stark sichert die Smart City der Zukunft Freiheit: Wie sicher sind die persönlichen Daten der Bewohner bei der Stadt?
  • Wie stark sichert die Smart City der Zukunft Vielfalt: Wie viel Raum bietet sie ihren Bürgern zu Entwicklung und Ausdruck ihrer Individualität?
  • Wie stark sichert die Smart City der Zukunft Gleichheit der Bürger: Zählen alle Stimmen bei Wahlen gleich viel? 


Foto: © zapp2photo – Fotolia.com

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URBAN TECH Analyse vom 11.10.2017

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